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POPmusik & POPuläre Musik beschäftigt sich mit der deutschen Schlagermusik bis hin zum internationalen Hit, eben der POPMUSIK. Dabei unterscheiden wir zwischen Stile und Unterstile im Schlager und in der Popmusik. Alle externen Links führen zu Amazon.de:

A. Stile und Unterstile: Goldene Zwanziger

B. Stile und Unterstile: Deutscher Schlager

C. Stile und Unterstile: Popmusik

A. Goldene Zwanziger Jahre

Der Ausdruck Goldene Zwanziger bzw. Goldene Zwanziger Jahre (bei Amazon.de) bezeichnet für Deutschland etwa den Zeitabschnitt zwischen 1924 und 1929. Der Begriff veranschaulicht den Wirtschaftsaufschwung in den 1920er Jahren in vielen Industrieländern und steht auch für eine Blütezeit der deutschen Kunst, Kultur und Wissenschaft. Die „Goldenen Zwanziger“ endeten, als die Weltwirtschaftskrise auch in Deutschland (Literatur bei Amazon.de) Auswirkungen hatte.

In Berlin manifestierte sich das Lebensgefühl der Jungen an der Gedächtniskirche und Kurfürstendamm im Westen der Stadt. Dort entstanden am Ende der Stummfilmzeit (Tonfilm auf Poplegenden) die neuen Großkinos Marmorhaus, Capitol und Ufa-Palast – noch mit siebzigköpfigem Symphonieorchester in braunen Samtjacken – und machten den ‘Floh-Kinos’ Konkurrenz.

Das gesetzte Alter spazierte Unter den Linden, wo Klappstühle für fünf Pfennig aus der Allee eine Kurpromenade machten, so zum Beispiel Gerhart Hauptmann, der häufig im Hotel Adlon wohnte, oder Gustav Stresemann, der versonnen bei Spaziergängen mit seinem Stock im Sand grub.

Der Straßenzug zwischen Nollendorfplatz und Olivaer Platz hingegen war Berliner Laufsteg für einen neuen Schick: Mit Erika und Klaus Mann ein Tanz auf dem Vulkan. Max Reinhardt (Max Reinhardt Literatur) baute seine beiden eleganten Theater am Kurfürstendamm, eingerahmt von Tribüne und Renaissance-Theater.

Damenmode: Bei den Accessoires kam es nicht auf den Wert, sondern auf die schockierende Wirkung an. Deshalb war die „endlose“ Zigarettenspitze (Zigarettenspitze der 1920er Jahre) sehr beliebt. Sie gab den Damen einen leicht mondänen Anstrich.

Neue erfundene Stoffe (z. B. synthetische Fasern) ließen (Seidenstrümpfe) geschmeidig und weicher werden.

Zur Aufmachung für den Abend gehörten auch (Perlenketten), Boas, Stirnbänder und Handtaschen.

Die Frisuren der Damen wirkten auf viele aggressiv. Der Bubikopf (Bubikopf-Perücken) löste gegen hartnäckigen Widerstand der Elterngeneration die Schnecken mit Haarnadeln ab. Die Friseure hatten sonntags offen. Als elegant galten die so genannten Topfhüte der Frauen.

Herrenmode: 1919 sah man die Männer noch im Gehrock (Gehröcke) mit Zylinder. Die Herrenmode in den 1920er Jahren war klassisch, dunkel und korrekt. Der Tagesanzug geht auf den Namen des deutschen Reichskanzlers Gustav Stresemann (Stresemann-Anzüge) zurück und wird heute noch zu Festlichkeiten getragen.

Die Frisuren der Herren waren streng nach hinten gekämmt, häufig mit Seitenscheitel. Die Schuhe wurden leicht und ließen die Stiefel des Weltkrieges hinter sich. Die Männer trugen Knickerbocker und Schiebermützen. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Schon vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Deutschland sehr viele Lichtspielhäuser, in denen Stummfilme (DVDs: Stummfilme, Stummfilme ARTE) gezeigt wurden. In den Zwanziger Jahren konnte sich der Film als Massenmedium etablieren, dadurch nahmen die Lichtspielhäuser einen rasanten Aufstieg.

Deutschland produzierte in den 1920er und 1930er Jahren mehr Filme als alle anderen europäischen Staaten zusammen. Der deutsche Film brachte einige große Regisseure mit bedeutenden Produktionen hervor, wie zum Beispiel „Das Kabinett des Dr. Caligari“ (1919/1920) von Robert Wiene.

Der Rhythmus choreographierter Massenszenen bestimmte Fritz Langs 1927 uraufgeführten Stummfilm „Metropolis“ (DVD-Beispiele: Metropolis). Das millionenteure Spektakel erwies sich an den Kassen jedoch als Misserfolg. Längst hatte die Filmfabrik Hollywood die deutschen Kinos erobert und setzt 1927 mit dem ersten Tonfilm neue Maßstäbe.

Die Film- und Kinomusik ist genauso alt wie die bewegten Bilder in Film und Kino. Bereits in der Frühzeit des Films waren öffentliche Vorführungen mit musikalischer Begleitung üblich. Sogar die Epoche des Stummfilms wurde von Klaviermusik (Klaviermusik für Stummfilme) begleitet. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Musikstil: Jazz

“Jazz” ist ein von der farbigen Bevölkerung Nordamerikas entwickelter Musikstil, bei dem man gut improvisieren kann. Jazzmusik hatte in den Golden Zwanzigern seinen Durchbruch. In den Zwanziger Jahren gab es sehr viele “Jazzpioniere” in Deutschland (Jazz in Deutschland).

Einer der bekanntesten davon war wahrscheinlich Erik Borchard. Durch seine amerikanischen Beziehungen kam er zu Schallplatten und Noten die ihn frühzeitig für den “Jazz” öffneten. Songs wie Ein Freund, ein guter Freund oder Veronika, der Lenz ist da waren damals bekannte Klassiker. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Musikstil: Schlager

“Schlager” waren eine komplette Sensation in den Zwanzigern. In den “Goldenen Zwanzigern” veränderten sich die “Schlager” (CD-BeispielDer Schlager lernt das Laufen oder Schlager 1920 rapide.

Sie enthielten für “Schlager” sehr ungewöhnliche Titel, wie zum Beispiel “Wer hat bloß den Käse zum Bahnhof gerollt?” oder “Mein Papagei frisst keine harten Eier“, auch “Du bist als Kind zu heiß gebadet worden“.

Aber in den 1920er Jahren gab es nicht nur verrückte Schlager. Die Texte waren mitunter ganz aufdringlich, zum Beispiel: “Fräulein, wolln Sie nicht ein Kind von mir?“, “Wenn die Elisabeth nicht so schöne Beine hätt“. Auch die folgenden Links führen Sie direkt zum Amazon.de-CD-Angebot:

Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh’n
Benjamin, ich hab nichts anzuziehn
Der Onkel Bumba aus Kalumba
Ein Freund, ein gute Freund
Ich fahr mit meiner Clara in die Sahara
Ja, bei den Hottentotten
Mein Bruder macht im Tonfilm die Geräusche
Schöner Gigolo – armer Gigolo
Veronika, der Lenz ist da
Was macht der Mayer am Himalaja

Dies sind alles Titel, die die etwas freizügigere Moral zum Ausdruck bringen, die damals vor allem im Nachtleben herrschte. So sang beispielsweise Lilian Harvey in dem Film “Der Kongress tanzt” von 1931 das Lied “Das gibt´s nur einmal, das kommt nicht wieder“. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Musikstil für beliebte Tänze

In Deutschland wurden in dieser Zeit klassische Tänze wie Walzer, Foxtrott und Tango getanzt. Ende der zwanziger Jahre kamen neue, bis dahin unbekannte Tänze aus Amerika: Charleston, Lindy Hop und Shimmy. Und das war der Hüftschwung der Zwanziger: Charleston (Charleston-Accessoires). Die Tänzerin Josephine Baker. 1925 führte sie den Charleston zum ersten Mal in einer Revue “La Folie Du Jour” in Paris auf.

Bekannte und beliebte Titel:The Charleston” (komponiert von James P. Johnson.
Black Bottm Stomp von den Red Hot Peppers. Auch die “Jazzmusik” erlebte in den Golden Zwanzigern ihren Durchbruch. Einer der bekanntesten Jazzmusiker war Louis Armstrong.
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Zwanziger
Quelle: www.goldene-zwanziger-wiki.de/index.php?title=Musik

Beendet wurden die „Goldenen Zwanziger“ von der Weltwirtschaftskrise 1929, ausgehend vom Börsenkrach am Schwarzen Donnerstag der Wallstreet in New York. Soziale Spannungen brachen wieder auf und resultierten in politischer Radikalisierung und im Aufstieg des Nationalsozialismus. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

B. Deutsche Schlager

Als Schlager werden allgemein leicht eingängige instrumentalbegleitete Gesangsstücke der Popmusik mit oft deutschsprachigen, weniger anspruchsvollen, oftmals auch sentimentalen Texten bezeichnet.

Ausgehend von populären Operettenmelodien, machte sich seit den 1920er Jahren der Einfluss von jazzigen Rhythmen und Harmonien in der Schlagermusik bemerkbar. Microsoft Encarta definierte 2003 Schlager als „einerseits kommerziell erfolgreiches Musikstück, andererseits als eine Gattung der Unterhaltungsmusik“.

Kennzeichnend seien „einfachste musikalische Strukturen und triviale Texte, die an das Harmonie- und Glücksverlangen des Zuhörers appellieren“. Dabei seien „die Grenzen zur Popmusik und volkstümlichen Musik fließend“. Sprachlich ist der Ausdruck „Schlager“ auf das Wienerische zurückzuführen, laut Duden „wohl nach dem durchschlagenden Erfolg, der mit einem Blitzschlag verglichen wird“.

Die Erfindung des Grammofons sowie die aufkommende Filmindustrie trugen schnell zur Verbreitung des Schlagers bei. Allein seine Schnelllebigkeit zeigt, dass er eher eine Ware als ein auf Dauer setzendes Kunstwerk darstellt. Bei Amazon.de finden Sie eine große Grammofon-Auswahl.

Der Schlager sucht das Massenpublikum, indem er in den Texten Wunschträume anspricht, die er als „Botschaften“ in Kehrreimen stetig wiederholt. Musikalisch richtet sich der Schlager meist nach der jeweils herrschenden Tanzform. Einfache Rhythmen und Melodienfolgen, die auf schnelle Wiedererkennung angelegt sind, bestimmen seinen Charakter. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Tonfilm

Um 1930 kam der kommerzielle Tonfilm hinzu. Die Lieder besaßen oftmals einen eher einfachen Text. Dazu gehören z. B. Reime wie Was macht der Mayer am Himalaja und Unter den Pinien von Argentinien sowie Der Onkel Bumba aus Kalumba.

Frivolität

Auch eine gewisse Frivolität kann man den Texten nicht absprechen. Wenn es in einem Stück heißt: Veronika, der Spargel wächst oder Ich hab das Fräulein Helen baden sehn und gar Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben dann bezeugt das zum einen die sogenannten „Goldenen Zwanziger“, zum andere n aber auch eine aufkommende Aufklärung und Emanzipation.

Sehr populär und auch heute noch oft zu hören ist der bekannte Schlager Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt. In den Ballsälen wurde Foxtrott und Charleston sowie der „Skandaltanz“ Shimmy getanzt.

Beliebte Vertreter dieser Art Musik waren vor allem die Comedian Harmonists, Marlene Dietrich, Erwin Hartung, Fritzi Massary (Josef, ach Josef, was bist du so keusch, Max Pallenberg, Otto Reutter, Liane Haid und Lilian Harvey. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Jüdische Musiker

Jüdische Musiker wie die Comedian Harmonists erhielten Auftrittsverbot. Fritz Löhner-Beda, der Autor von Operetten wie Das Land des Lächelns und der Blume von Hawaii, der die Texte für zahlreiche Schlager, darunter Ausgerechnet Bananen, (Ausgerechnet Bananen und andere Gassenhauer bei Amazon.de) Was machst du mit dem Knie lieber Hans?, Wo sind deine Haare, August? und In Nischni-Nowgorod schrieb, wurde 1942 in Auschwitz ermordet.

Fritz Grünbaum, der Autor des berühmten Titels Ich habe das Fräulein Helen baden sehn, wurde in Dachau ermordet. Die Juden Alfred Grünwald, Fritz Rotter (Was macht der Mayer am Himalaja) und Walter Jurmann (Veronika, der Lenz ist da und Olga, Tochter der Wolga).

Robert Gilbert, Komponist und Texter des auch noch nach dem Krieg viel gesungenen Hits Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh’n, sowie Robert Stolz (Was kann der Sigismund dafür, daß er so schön ist?) emigrierten, und mit ihnen emigrierte auch das Anzügliche, Frivole und Witzige.

Gegen Ende des Krieges, als die Alliierten deutsche Städte bombardierten, wurden explizit Texte gesucht, die der deutschen Bevölkerung wieder Mut machen und zum Durchhalten animieren sollten. Goebbels ließ Aufträge für neue Lieder ausschreiben.

Dabei entstanden Texte wie Davon geht die Welt nicht unter und Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n, gesungen von Zarah Leander, und Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern von Heinz Rühmann. Diese wurden, obwohl bereits 1941 bzw. 1939 erstmals aufgenommen, nach dem Krieg wieder oft im Radio gespielt. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Lili Marleen

Auch der weltberühmt gewordene Schlager Lili Marleen, zuerst gesungen von Lale Andersen, fiel in diese Zeit. Das bereits 1915 getextete und 22 Jahre später vertonte Lied sollte laut Goebbels zuerst als Marsch gespielt werden, doch Lale Andersen weigerte sich.

Als es 1941 im Rundfunk gespielt wurde, war der Siegeszug der Melodie nicht mehr aufzuhalten. Wegen seines „unheilvollen Charakters“ wurde das Abspielen von Lili Marleen im Großdeutschen Reich schon bald verboten. Allerdings hinderte dies den deutschen Soldatensender Belgrad nicht, es weiter zu verbreiten, und bald entstanden auch anderssprachige Fassungen. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Nachkriegszeit (1945 bis etwa 1955)

Als nach dem Krieg die ersten Rundfunkstationen wieder genehmigt wurden, begann auch die Plattenindustrie wieder zu produzieren. Manchmal waren Schlager dieser Zeit einfach als Faschingslieder komponiert, die sich über die närrische Zeit hinaus behaupteten.

Dazu zählt das Lied Ich fahr mit meiner Lisa, zum schiefen Turm von Pisa, das zuerst von Jupp Schmitz 1949 gesungen wurde, ferner Wer soll das bezahlen? (Jupp Schmitz, 1949) und der Nummer-eins-Hit Am 30. Mai ist der Weltuntergang (Golgowski-Quartett, 1954). Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Nachkriegszeit

In der Nachkriegszeit war der musikalische Geschmack des „Otto Normalverbrauchers“ (Figur aus dem Film Berliner Ballade (1948), dargestellt von einem schlanken Gert Fröbe) bunt gemischt.

Dabei handelten die Texte von so unterschiedliche Themen wie dem Mariandl (1947), das eher österreichisch daherkam, dem Theodor im Fußballtor (1948 zuerst gesungen von Margot Hielscher, später wurde Theo Lingen damit sehr bekannt), bis zum kabarettwürdigen Couplet Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien. Mit „Trizonesien“ waren die westlichen Zonen des damals in vier Besatzungszonen geteilten Deutschland gemeint.

Interpreten dieser Zeit waren die Kilima Hawaiians (Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand, 1953), Ivo Robic (Morgen, 1959), Bruce Low (Das alte Haus von Rocky Docky, 1955).

Margot Eskens (Tiritomba, 1956 und Cindy, oh Cindy, 1957) sowie der gerade mit seiner Karriere startende Peter Alexander zusammen mit Leila Negra und ihrem viel gespielten Titel Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere (die deutsche Fassung des italienischen Papaveri e papere von Nilla Pizzi).

Auch Caterina Valente (Ganz Paris träumt von der Liebe, 1954), Lys Assia (Oh mein Papa, 1954) und Vico Torriani (Siebenmal in der Woche, 1957) versuchten nach dem verlorenen Krieg die Stimmung einer heilen Welt zu verbreiten.

Konjunktur-Cha-Cha mit seinem Refrain „Geh’n Sie mit der Konjunktur! hieß ein dem Zeitgeist entsprechendes Stück vom Hazy Osterwald Sextett, das das Wirtschaftswunder zum Thema hatte. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Wirtschaftswunder (ca. 1955 bis etwa 1962)

Gegen Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre begannen viele Deutsche ihren Urlaub im Süden, bevorzugt in Italien, zu verbringen. Zum einen wurde dies durch das sogenannte „Wirtschaftswunder“ ermöglicht, das den Arbeitern und Angestellten mehr Geld ins Portemonnaie spülte, zum anderen waren es viele entsprechende Schlager, die Sehnsucht nach Italien weckten.

Friedel Hensch und die Cyprys hatten es 1953 in ihrem Schlager Ja, für eine Fahrt ans Mittelmeer bereits prognostiziert. So fuhren im Jahre 1956 etwa 4,5 Millionen Deutsche mit Heinkel-Rollern, VW Käfer und Goggomobil in den Süden auf der Suche nach einer „heileren Welt“. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Bella Italia

Möglicherweise hatte Rudi Schuricke mit dem bereits 1943 aufgenommenen, aber erst 1950 zum Hit avancierten Schlager Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt (auch bekannt geworden unter dem Titel Caprifischer) bereits den Grundstock für die Suche nach Harmonie, Süden, Meer und Glück gelegt.

Arrivederci Roma und O mia bella Napoli, gesungen von Lys Assia, Rocco Granata mit seinem Hit Marina oder auch die in Deutschland überaus populäre Caterina Valente mit Ciao, ciao Bambina sind nur wenige Beispiele.

René Carol erhielt mit Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein gar die erste Goldene Schallplatte der Nachkriegszeit.

Auch in der DDR gab es Italien-Schlager, so beispielsweise A-mi-amore von Günter Hapke. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Seemannslieder und Meeresballaden

Seemannslieder und Meeresballaden hatten ebenso Hochkonjunktur. Zu nennen ist hier insbesondere Freddy Quinn, der wochenlang die Hitparaden mit seinen Schlagern Die Gitarre und das Meer, Junge, komm bald wieder und Unter fremden Sternen besetzt hielt.

Freddy Quinn war der erfolgreichste Schlagersänger aller Zeiten, der 1956 mit dem Titel Heimweh gestartet war und verkaufte schnell Millionen von Schallplatten und sang auch beim ersten Grand Prix d’Eurovision (heute Eurovision Song Contest) 1956 den Titel So geht das jede Nacht, der sich an Bill Haleys Rock Around the Clock anlehnte.

Aber auch die Österreicherin Lolita mit ihrem Hit, der sogar in japanische und in die US-Charts gelangte Seemann (deine Heimat ist das Meer) und Lale Andersen mit Unter der roten Laterne von St. Pauli, Blaue Nacht am Hafen oder Ein Schiff wird kommen.

In Ostdeutschland war zu dieser Zeit beispielsweise Jenny Petra mit Weiße Wolken, blaues Meer und Du populär.

Stellvertretend für die Schlager der frühen 1960er Jahre steht hier das 1962 von Mina gesungene und von Kurt Feltz getextete Stück Heißer Sand, dessen Text vieldeutig ist und dennoch – oder gerade deshalb – den Geschmack der Jugend dieser Zeit trifft.

Schlager, weitere Gassenhauer

Andere große Schlager dieser Zeit, die nicht unbedingt in das „Süden, Sonne, Meer“-Schema passen, waren unter anderem:

Dalida: Am Tag, als der Regen kam
Bill Ramsey: Souvenirs
Ralf Bendix: Babysitter-Boogie
Gitte: Ich will ’nen Cowboy als Mann

Die gebürtige Belgierin Angèle Durand sang damals sehr erfolgreich zahlreiche Titel, die sich der Stadt Paris widmeten: z. B. So ist Paris, Melodie d’amour, Chanson d’amour, Pigalle, Er macht Musik am Montparnasse; Paris, du bist die schönste Stadt der Welt u. a.

Ebenfalls zu erwähnen sind hier die damaligen Vorbilder der Teenager Conny Froboess (Zwei kleine Italiener) und Peter Kraus (Sugar Sugar Baby), die sowohl im Duett als auch solo mit mehreren Filmen und Schlagertiteln erfolgreich waren. Nicht minder erfolgreich war Ted Herold mit Titeln wie Ich bin ein Mann oder Moonlight.

Beendet wurde diese Ära mit den ersten Erfolgen der Beatles in Deutschland mit Komm gib mir deine Hand und Sie liebt dich.

Während zuvor nur Elvis Presley öfter die Phalanx der deutschen Nummer-1-Hits durchbrechen konnte, geschah dies jetzt immer öfter mit englischsprachigen Titeln. Die Schlagerindustrie reagierte darauf. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Schlager

Die 1960er Jahre – Aufspaltung von Schlager und Popmusik
Liste deutschsprachiger Schlagermusiker

In den 1960er Jahren spaltete sich die populäre Musik im deutschsprachigen Raum in zwei Lager: in das des klassischen Schlagers und das der deutschen Popmusik.

Der größte Gegensatz zur Popmusik, die neue experimentelle Wege in Sprache und Musik versuchte, war, dass der Schlager deutschsprachig blieb und bereits etablierte Rhythmen und Melodien perpetuierte. Die Beatmusik, Rockmusik und Popmusik eroberten den deutschen Schlagermarkt, und die zuvor gefeierten Interpreten fristeten ein Nischendasein.

Die Popmusik sprach die „rebellische“ Jugend an, setzte sich auch mit politisch und gesellschaftlich kritischen Themen auseinander, während der Schlager weitestgehend unpolitische Inhalte thematisierte und für die Jugend zunehmend unattraktiv wurde.

Andererseits wurde der deutsche Schlager prägend von der Beat-Welle beeinflusst, und es gab zahlreiche Interpreten, die deutschsprachige Beat-Schlager veröffentlichten; erfolgreichste Interpreten auf diesem Gebiet waren Drafi Deutscher und Manuela.

Die „Globalisierung“ der Musikindustrie begann also bereits Anfang bis Mitte der 1960er Jahre. Von den zahlreichen Sängerinnen und Sängern seien hier einige genannt:

Salvatore Adamo: Es geht eine Träne auf Reisen
Alexandra: Mein Freund, der Baum; Zigeunerjunge
Gus Backus: Da sprach der alte Häuptling; Sauerkraut-Polka. Gus Backus sprach zu diesem Zeitpunkt kein Wort Deutsch.
Petula Clark: Casanova Kiss Kiss
Alma Cogan: Tennessee Waltz
Connie Francis: Die Liebe ist ein seltsames Spiel; Schöner fremder Mann; Paradiso; Barcarole in der Nacht
France Gall sprach kein Deutsch und sang die deutsche Version ihres Grand-Prix-Erfolges Poupée de cire, poupée de son: Das war eine schöne Party (Ein rosaroter Lampion)
Françoise Hardy: Frag’ den Abendwind
Dorthe (Kollo): Sind Sie der Graf von Luxemburg?; Wärst du doch in Düsseldorf geblieben; Jeder Schotte
Siw Malmkvist: Liebeskummer lohnt sich nicht; Schwarzer Kater Stanislaus
Peggy March: Mit 17 hat man noch Träume; Memories of Heidelberg
Mireille Mathieu: Hinter den Kulissen von Paris
Billy Mo: Ich kauf’ mir lieber einen Tirolerhut
Nana Mouskouri: Weiße Rosen aus Athen
Wencke Myhre: Beiß nicht gleich in jeden Apfel; Ein Hoch der Liebe; Er hat ein knallrotes Gummiboot; Er steht im Tor
Esther & Abi Ofarim: Cinderella Rockefella
Rita Pavone: Wenn ich ein Junge wär’; Arrivederci Hans
Bill Ramsey: Pigalle (Die große Mausefalle); Zuckerpuppe. Bill Ramsey war zuvor Jazzsänger und trat in Nachtclubs auf.
Cliff Richard: Rote Lippen soll man küssen; Das ist die Frage aller Fragen
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Sportler als Schlagerkünstler

Gleichzeitig versuchten sich viele Sportler als Schlagerkünstler. Der Hürdenläufer Martin Lauer war mit einer gewissen Musikalität und Liedern wie Taxi nach TexasJim und JoeWenn ich ein Cowboy wär’ erfolgreich.

Die Erfolge der Eiskunstläufer Marika Kilius mit Hans-Jürgen Bäumler Honeymoon in St. Tropez und Manfred Schnelldorfer mit Wenn du mal allein bist, waren mäßig erfolgreich.

Auch die Schlager der Fußballspieler Franz Beckenbauer mit Gute Freunde kann niemand trennen und des Torwarts Radi Radenković mit Bin i Radi, bin i König waren wohl lediglich ihrer sportlichen Laufbahn zu verdanken. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Die 1970er (1968–1980)

In den 1970er Jahren blühte der Schlager nochmals auf. Die ZDF-Hitparade präsentierte monatlich alte und neue Interpreten und Lieder. Dabei waren oft Michael Holm (Mendocino, Tränen lügen nicht, Barfuß im Regen und (Musst du jetzt gerade gehen) Lucille.

So auch Udo Jürgens (Aber bitte mit Sahne und Mit 66 Jahren) mit seinen zahlreichen Hits (Klicktipp: Vintagebuch / Udo Jürgens) oder seine Namensvetterin Andrea Jürgens (Und dabei liebe ich euch beide), eine Vertreterin der ganz jungen Nachwuchsschlagersängerinnen.

Aber auch Peter Maffay (Du)
Christian Anders (Es fährt ein Zug nach Nirgendwo)
Chris Roberts (Du kannst nicht immer 17 sein)
Cindy & Bert (Immer wieder sonntags)
Bernd Clüver (Der Junge mit der Mundharmonika)
Jürgen Marcus (Ein Lied zieht hinaus in die Welt) oder
Katja Ebstein (Wunder gibt es immer wieder, Es war einmal ein Jäger, Theater) sowie auch
Freddy Breck (Bianca, Rote Rosen)
gehörten zu den bekannten Vertretern der deutschen Schlagerszene. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Schnulzen & Schlagerfilme

Mit dem Wiederaufblühen des Schlagers vermehrte sich unter dem abwertenden Begriff Schnulze auch die Kritik. 1974 erschien mit dem erfolglosen Zwei im siebten Himmel der letzte konventionelle Schlagerfilm: Der Versuch von Produzent Karl Spiehs, damit an seine erfolgreichen Schlagerfilme mit Roy Black und Chris Roberts anzuschließen, misslang.

Um 1960, nach dem Niedergang des Heimatfilms und des Revuefilms, hatte der Schlagerfilm seine Blütezeit. Von besonderer Bedeutung war in dieser Zeit das Aufkommen der Vinylschallplatte, welche die Verbreitung der Schlagermusik stark förderte.

Peter Kraus, Cornelia Froboess, Gitte Hænning, Rex Gildo und Freddy Quinn und Karel Gott (Karel Gott auf Vintagebuch.de) waren nun die bekanntesten Schlagerstars, die in den Filmen erlebt werden konnten. Damit endete zugleich die Welle von Schlagerfilmen der 1960er und frühen 1970er Jahre.

Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre konnten Roy Black, Chris Roberts und Heintje dem Schlagerfilm noch einmal zu neuen Erfolgen verhelfen, doch im Zuge einer allgemeinen Kino- und Schlagerkrise kündigte sich das Ende dieses Genres an.

Der Film Zwei im 7. Himmel aus dem Jahr 1974 mit Bernd Clüver und Peter Orloff ist der letzte Schlagerfilm klassischen Zuschnitts. Später entstandene deutsche Musikfilme behandeln historische Vorgänge (wie Die Roy Black Story) oder sind Parodien (wie Der Trip – Die nackte Gitarre 0,5, mit Dieter Thomas Kuhn und Johnny Flash mit Helge Schneider).

Aufgrund der zunehmenden Kritik schrieb, veranlasst von Dieter Thomas Heck, im selben Jahr Jack White den Titel Wir lassen uns das Singen nicht verbieten, den Tina York erfolgreich interpretierte. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Neue Deutsche Welle

Ab Anfang der 1980er setzte die sogenannte Neue Deutsche Welle (NDW) ein, die mit dem Genre Schlager anfangs nur wenig gemeinsam hatte. Immer mehr Schlager wurden aus der Media-Control-Hitparade zugunsten von NDW-Songs und englischsprachigen Titeln verdrängt und auch im Radio wurden immer weniger Schlager gespielt.

Im Zuge der Kommerzialisierung der Neuen Deutschen Welle durch Interpreten wie Hubert Kah wurde der Begriff „Neuer Deutscher Schlager“ geprägt.

In den 1990er Jahren gab es in Deutschland, ausgelöst durch eine Retrowelle, in der „alte Modetrends“, also Musik, Kleidung und Retro-Accessoires der 1970er Jahre, wieder populär wurden, ein Schlager-Revival, beispielsweise durch Guildo Horn oder Dieter Thomas Kuhn. Ferner hatten dann – die umpositionierten – eher volkstümlichen Schlager größere Erfolge zu verzeichnen.

Neuere Interpreten wie DJ Ötzi, die verschiedene Genres vermischen, brachten auch im neuen Jahrtausend Hitparadenerfolge. Ebenso wiesen Alben der Schlagersängerinnen Helene Fischer, Andrea Berg und Beatrice Egli Erfolge aus.

Max Raabe dagegen feiert auch internationale Erfolge mit Schlagern der 1920er und 1930er Jahre, auch mit dem Palast Orchester.

Bereits Ende der 1980er Jahre wurde der deutsche Schlager unter anderem von der Punkband Die Toten Hosen unter ihrem Pseudonym Die Roten Rosen mit dem Album Never Mind The Hosen – Here’s Die Roten Rosen auch in der Rockmusik rezipiert.
Quelle: Kategorie Schlager: de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Schlager
Liste deutschsprachiger Schlagermusiker

C. Popmusik

Popmusik bezeichnet Musik, die vorwiegend seit den 1950er Jahren aus dem Rock ’n’ Roll, der Beatmusik, dem Folk, aber auch dem Jazz entstand. Sie wurde von den Beatles fortgeführt, ab Beginn der 1970er Jahre von ABBA und ab den 1980er Jahren beispielsweise von Madonna oder Michael Jackson geprägt.

Popmusik gilt seit den 1960er Jahren als europäisierte, international etablierte Variante angloamerikanischer Musik, die im Kontext jugendlicher Subkulturen entstand und inzwischen zumeist auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Elektronischen Musik aufbereitet und massenmedial verbreitet wird.

Wir unterscheiden auf Poplegenden zwischen Populärer Musik und Popmusik. Der Begriff populär lässt sich in der Musikgeschichte schon früher als in den 1960er Jahren nachweisen, in denen der Begriff Popmusik im Rahmen der Entwicklung der Popkultur geprägt wurde.

Ähnlich wie beim Kunstgenre Pop-Art, dessen Popularität um 1962 zur Verwendung des Begriffs Pop führte, sei die Ableitung von Pop als Abkürzung von populär unzureichend.

Popmusik stellt nach Peter Wicke „technisch rekontextualisierte Musik und somit prinzipiell jede Musikform dar, die einen ökonomisch rentablen Verbreitungsgrad erreichen kann“. Daher sei es kaum möglich, sie auf bestimmte musikalische Charakteristika einzuschränken.

In Musikzeitschriften wie Spex oder Rolling Stone wurden die Begrifflichkeiten Pop und manchmal auch Rock ’n’ Roll verwendet, um die über das Musikalische herausgehende Dimensionen der Popmusik zu betonen, während der Begriff Rock eher musikalische Parameter in den Mittelpunkt stelle. Die Links führen zum entsprechenden Amazon.de-Angebot.

Entwicklung der Popmusik

Die Entwicklung der Popmusik, die 1965 begann, erreichte in den 1980er Jahren ihren Endpunkt als rein jugendkulturelles Phänomen. Popmusik wurde weitgehend zum gesellschaftlich akzeptierten Phänomen und Bestandteil der Alltagskultur. Zahlreiche Popmusiker machten nun speziell Musik auch für ein erwachsenes Publikum.

Die nun für den „Mainstream“ produzierte Popmusik bezieht sich nicht nur auf ihre eigene ursprüngliche Tradition aus dem Vaudeville, dem Volkslied und dem Kunstlied, sondern inkorporiert verschiedene aktuelle Musikstile. Dabei nimmt sie den ursprünglichen Musikformen meist die Komplexität und entfernt für die gängigen Hörgewohnheiten Ungewohntes und Irritierendes, um sie für eine breite Masse zugänglicher und konsumierbarer zu machen.

Das trifft insbesondere auf modifizierte, „gezähmte“ Anleihen bei ursprünglichen afro-amerikanischen Musikstilen wie Jazz, aber auch den Rap zu. Der Erfolg der kommerziell ausgerichteten Popmusik misst sich in den Hitparaden. Popmusik ist heute der kommerziell lukrativste Zweig der Musikindustrie.

Afroamerikanische Musiktradition

Von den Zentren wie New Orleans, das sich schon im 19. Jahrhundert aufgrund vergleichsweise größerer Freiheiten für Afroamerikaner zu einem musikalischen Zentrum entwickelt hatte, und Chicago aus gewannen die schwarzen Musiker so einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der populären Musik in den USA. Zu erkennen ist dies z. B. an den zunehmenden Imitationen von „schwarzen“ Kompositionen durch weiße Komponisten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Schließlich entwickelte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts der erste von Schwarzen geprägte Musikstil, der quasi zum nationalen „Trend“ wurde: der Ragtime. Die entstehende Jazz-Musik gilt als erste eigenständige US-amerikanische Form der populären Musik.

Swing

Der Swing hatte seine Blütezeit (den sogenannten „Swing Craze“) etwa zwischen 1935 und 1945. Der Swing enthält gut hörbar Elemente des Jazz, aber auch von „weißen“ Musikstilen, wobei der Anteil der schwarzen Musik am Swing oft unterschätzt wird, da viele der bekannten Big Bands auch aufgrund rassistischer Beschränkungen stark weiß besetzt waren.

Der bekannteste schwarze Band-Leader dürfte Duke Ellington sein, mehr bekannte Namen finden sich bei den Weißen wie z. B. Benny Goodman, Jimmy und Tommy Dorsey, Les Brown und natürlich Glenn Miller. Nicht zuletzt bedingt durch den Zweiten Weltkrieg blieb der Swing ein fast ausschließlich US-amerikanisches Phänomen, das lediglich in Großbritannien noch als „Import“ gewisse Verbreitung fand.

Rock ’n’ Roll

Der Rock ’n’ Roll als Musikstil ist eine Synthese aus verschiedenen, unabhängig voneinander entstandenen (regionalen) Stilen, die wichtigsten sind der Rhythm and Blues (kurz R&B) und die Country-Unterstile Western Swing und der Honky Tonk.

Nicht zuletzt durch den bis dahin in seinem Ausmaß ungekannten Starkult um den „King“ Elvis Presley wurde der Rock ’n’ Roll zum weltweiten Trend, der auch das mittlerweile vom Zweiten Weltkrieg etwas erholte Europa und damit Österreich sowie Deutschland ergriff.

Die Entstehung des Rock ’n’ Roll steht in engem Zusammenhang mit den massiven gesellschaftlichen Umbrüchen dieser Zeit und markiert gemeinsam mit den Beats auch die beginnende Entwicklung der Popkultur.

Zum Rock ’n’ Roll zählte als kurzlebiger Trend der „Twist“ Anfang der 1960er Jahre, der von der Beatmusik der Beatles und Anderer abgelöst wurde, die dieses Jahrzehnt bestimmte. Schließlich folgten die unter der Begriffsabspaltung „Rock“ zusammengefassten Musikstile.

Seit der Kommerzialisierung des Rock ’n’ Roll in den späten 1950er Jahren wurden Trends der Popmusik in Europa, aber auch der restlichen Welt nicht nur aus ästhetischen, sondern auch ökonomischen Gründen von den USA aus geprägt.

Rhythm and Blues

Der R&B ist im Prinzip ein Blues-Stil, der aber auch Elemente aus speziellen Jazz- und Swing-Stilen enthält und von „Vocal Groups“ mit nur geringfügiger instrumentaler Begleitung (meist nur Gitarre) geprägt wurde. Die bedeutendsten regionalen Formen waren der R&B aus Chicago, der z. B. Chuck Berry beeinflusste, und die New-Orleans-Variante, deren bekanntester Vertreter Fats Domino wurde.

Neue Stile und Unterstile der Popmusik

Seit den 1960er Jahren entwickelten sich unzählige neue Stile und Unterstile der Popmusik. Die Funktion der Stile besteht vor allem im Unterhaltungsaspekt.

Trotzdem gelang es aber auch Musikern wie Bob Dylan, Anfang der 1960er Jahre, eine populäre Synthese aus Musik und politischen Inhalten zu schaffen und wie zum Beispiel John Lennon in seinem Lied Imagine eine philosophische Idee zu verbreiten. Mit dem Lied Houses Burning Down verarbeitete Jimi Hendrix 1968 aktuelles politisches und gesellschaftliches Zeitgeschehen. Das Lied handelt vom Watts-Aufruhr.

Popmusik war und ist auch stets ein Ausdrucksmittel einer Generation oder eines Milieus und dient zur Vermittlung eines gemeinschaftlichen Lebensgefühls und einer gemeinsamen Ästhetik, die sich z. B. in der Form der Musik und in der Kleidung ausdrückt.

Als Beispiele für Generationen erfassende Stile seien hier die Flower-Power-Bewegung und die Disco-Musik der 1970er genannt. Allerdings unterstützen die Musikproduzenten mittlerweile nicht nur Massenbewegungen, sondern auch zwar global verbreitete, aber im Gegensatz zur Musik einer Britney Spears oder Madonna nur von einer kleineren Zielgruppe in kulturellen Nischen nachgefragte Musikstile wie z. B. den Gothic Rock.

Im Gegensatz dazu ist bei einer anderen Funktion, die die populäre Musik seit je her abdeckt, der individuelle Zuschnitt überhaupt nicht gefragt, sondern hauptsächlich der Rhythmus und die Genussbefriedigung der breiten Masse, Mainstream.

Ziel ist hier kein differenzierter ästhetischer Anspruch, sondern die Anregung und Begleitung zum Tanzen. Die bekanntesten Nachfolger des Swing als Tanzmusik dürften, neben dem Twist der frühen 1960er, vor allem die Disco-Musik, die seit Mitte der 1970er zum großen Teil ihren Underground-Charakter verloren hatte und Teile des später populären Techno sein.

Anfang der 1980er Jahre erlebt die deutschsprachige Popmusik im Zuge der Neuen Deutschen Welle einen großen Aufschwung in Deutschland. In Österreich existierte der Austropop, der sich großer Beliebtheit erfreute.

Popmusik: Flower-Power-Bewegung

Als Hippies (abgeleitet von englisch hip ‚angesagt‘) bezeichnet man Personen der gegenkulturellen Jugendbewegung, die in den 1960er Jahren in den USA entstand und sich an den Lebensstil der Hipster der 1950er Jahre anlehnte. Parallel dazu wurden auch die Bezeichnungen Acidhead und flower child oder im deutschsprachigen Raum Blumenkind verwendet. Der Kern der Hippiezeit war in den Jahren von 1965 bis 1971.

Die von San Francisco ausgehende Hippiebewegung stellte die ihrer Meinung nach sinnentleerten Wohlstandsideale der Mittelschicht in Frage und propagierte eine von Zwängen und bürgerlichen Tabus befreite Lebensvorstellung.

Oftmals stellten Hippies eine Bohème dar, wie in den Vierteln Haight-Ashbury in San Francisco und Greenwich Village in New York, wo sie als Subkultur Orte des Undergrounds schufen. Künstler wie Robert Crumb, Musiker wie Janis Joplin, Jimi Hendrix, Melanie Safka und Jim Morrison, Aktivisten wie Ken Kesey, Allen Ginsberg, Bands wie Grateful Dead, Beatles, Rolling Stones, The Who, Santana oder Schauspieler wie Peter Fonda oder Arlo Guthrie zeigen unterschiedliche Facetten der pluralen, heterogenen Hippie-Bewegung.

Die psychedelische Musik, neben Folk der dominante Musikstil während des Höhepunktes der Hippiebewegung in den späten 1960er Jahren, war durch den Drogengenuss bei vielen Musikern geprägt. Seit den 1970er Jahren kam dann Reggae als beliebte Musik in die Freakszene.

Bekannte Bands zeitgenössischer Space- und Psychedelic- und Neokrautrockmusik sind beispielsweise: Electric Moon, My Brother In The Wind, Oresund Space Collective, Ozric Tentacles, Hidria Spacefolk, 35007, Electric Orange, Eye, Camera, Husky, Korai Öröm, Melting Euphoria, THTX, Tribe of Cro, Space Debris, Monkey3, My Sleeping Karma, Saturnia, Quantum Fantay und The Egocentrics. Aus einem Crossover von Doom und Psychedelic entstand die Band Om.

Ein bekanntes Lied, das direkt auf den Ursprung der Hippiekultur und die Blumen Bezug nahm, war der Hit „San Francisco (Be Sure to Wear Flowers in Your Hair)“ von Scott McKenzie, der 1967 in Deutschland zwei Monate lang auf Nummer eins der Charts war. Vorgänger war der Song „All You Need Is Love“ von den Beatles, der ebenfalls für die Zeit bezeichnend war und sechs Wochen die Hitparade anführte.

Ein berühmt gewordener musikalischer Höhepunkt, der zugleich auch den Beginn der Endphase der nicht kommerzialisierten Hippiebewegung einleitete, war das Woodstock-Festival. Geradezu stellvertretend für die Hippie-Ära steht das Musical Hair, das das Zeitalter des Wassermanns ankündigte (Esoterik). Gerade „Hair“ wurde und wird von dem allergrößten Teil der Hippies allerdings als zu klischeehaft und zu kitschig betrachtet.
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Hippie

Popmusik: Disco-Musik

Disco ist eine mit der Funkmusik verwandte Stilrichtung der Popmusik, die um 1974 zu einem eigenständigen Musikgenre wurde. Texte, Melodie und Gesang treten bei Disco-Musik in den Hintergrund; Tanzbarkeit, Groove, ein Beat von etwa 100 bis 120 Schlägen pro Minute (bpm) und der Mix stehen im Vordergrund.

Die Blütezeit der Disco-Musik fand zwischen 1976 und 1979 statt. Sie war prägend für die Mode, den Zeitgeist und das Lebensgefühl dieser Jahre. Die etwa seit 1980 entstandenen Disco-Stile werden zur Elektronischen Tanzmusik gezählt.

Mitte der 1960er Jahre wurden in den USA und Westeuropa (Swinging London) Diskotheken populär. Hier hörten junge Leute aktuelle tanzbare und eingängige Musik. Besonders populär war zunächst der Twist, zu dem ein eigener Tanzstil entwickelt wurde, später häufig Soul- und Funk-Musik.

Als Musik kristallisierte sich eine Mischung aus tanzbarem aktuellem Hardrock, Funk im Stil von James Brown, dem weicher, opulent arrangierten Soul-Unterstil namens Phillysound und lateinamerikanischer Musik heraus. Aus diesen Anfängen wurde um 1974 ein eigener Musikstil, der als Disco bezeichnet wurde.

Zwischen 1974 und 1975 schafften die ersten Disco-Hits den Sprung in die Charts: Rock the Boat von The Hues Corporation (1974), Rock Your Baby von George McCrae (1974 die meistverkaufte Single in Deutschland), Kung Fu Fighting von Carl Douglas (1974) oder Shame, Shame, Shame von Shirley & Company (1975).

In Deutschland begann 1976 unter anderem der Erfolgsweg von Boney M. mit Daddy Cool. Der Munich-Sound von Giorgio Moroder – geprägt durch die Dominanz von Streichern zu sich ständig wiederholenden Refrains – brachte Welthits wie Love to Love You Baby und I Feel Love von Donna Summer oder Fly, Robin, Fly des deutschen Mädchentrios Silver Convention hervor.

Die Beliebtheit von Discomusik in Nordamerika und Westeuropa gipfelte in dem Film Saturday Night Fever (1977). Die Handlung des Films entsprach in etwa dem Lebensgefühl der Disco-Generation: Aus dem tristen Alltagsleben auszubrechen und für eine Nacht ein Star zu sein.

Nur wenigen Künstlern gelang es, als Star der Disco-Welle über das Genre hinaus eine lang anhaltende Karriere aufzubauen: Donna Summer wurde ebenso wie Barry White ein Weltstar. Die Bee Gees schafften mit dem Disco-Sound ein sehr erfolgreiches Comeback und waren auch maßgeblich am Erfolg des Saturday Night Fever-Albums beteiligt.

Selten zuvor hatten Produzenten bessere Chancen, selbst zu Stars zu werden: Moroder, der Stars wie Donna Summer, The Three Degrees und Blondie produzierte und Frank Farian, der beispielsweise für Boney M. verantwortlich zeichnete, zählten zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Disco-Ära in den 70ern.

Auch unzählige Pop- und Rockstars wie The Rolling Stones, Rod Stewart, Queen, Electric Light Orchestra und Cher gaben ihren Songs eine discoartige Note. Inflationär weitete sich der Disco-Beat in fast alle Genres aus, selbst Country-Künstler wie Dolly Parton oder Hard-Rock-Gruppen wie Kiss übernahmen ihn und konnten damit mehr oder weniger große Erfolge feiern.

Auch ABBA ließen speziell in ihrem 1979 erschienenen Album Voulez-Vous mit unüberhörbaren Disco-Anklängen aufhorchen. Weitgehend unbeachtet blieb hingegen beispielsweise Liza Minnellis Disco-Album Tropical Nights.

Umgekehrt coverten zahlreiche Discoformationen Rock- und Popklassiker, etwa Neil Youngs Heart of Gold (Boney M.), oder sogar Beethovens 5. Sinfonie (A Fifth of Beethoven von Walter Murphy).
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Disco_(Musik)

Popmusik und Politik

Ihren Ursprung hatte die politische Popmusik in den 1960er Jahren mit dem Aufkommen der Flowerpower-Bewegung. Doch schon zuvor waren Sänger wie Woody Guthrie oder Pete Seeger durch ihre kritische Hinterfragung der modernen Gesellschaftsform maßgeblich an der Entstehung des Political Pop beteiligt. Ihr bekanntester Protagonist aber war Bob Dylan, der Erneuerer des Protestsongs.

Mit den Erfolgen von Sängern wie Woody Guthrie, Bob Dylan und eben Pete Seeger, die sich neben dem Thema Krieg auch mit Fragen der Menschenrechte, der Umweltpolitik, der Kernenergie und der Rassentrennung auseinandersetzten, etablierten sich politische Anliegen in der Popmusik zusehends.

Gerade in Großbritannien stoßen diese Themen beim Publikum noch immer auf große Gegenliebe. Bands wie Simple Minds oder U2 sowie Musiker wie Sting und Peter Gabriel haben nicht zuletzt aus diesem Grund großen Anklang beim Publikum gefunden.

1982 etwa legte Stevie Wonder anlässlich einer politischen Demonstration vor über 50.000 Menschen in Washington mit seiner Ansprache den Grundstein für die Einrichtung des sogenannten Martin-Luther-King-Feiertages in Amerika, als er meinte: „… we need a day to celebrate our work on an unfinished symphony, a day for a dress rehearsal for our solidarity.“

Die schwarzen US-Musiker gaben dem Begriff des politischen Pop eine neue Bedeutung. Diese alte Tradition politischer Inhalte in der Musik schwarzer Amerikaner findet heute in der Stilrichtung Rap seine Fortsetzung. Rap-Musik stellt heute eine der wichtigsten Formen politischer Artikulation der schwarzen Bevölkerung in den USA dar.

Ein anderes Beispiel, welch ungeheure Auswirkungen die Arbeiten von Popmusikern auf politischer Ebene haben können, ist zweifellos das Lebenswerk von Bob Marley. Nicht nur, dass es mit der Person Bob Marley zum ersten Mal ein Musiker aus einem Land der Dritten Welt schaffte, sich in der Liga der westlichen Superstars zu etablieren, viele seiner Songs wurden auch zum Symbol einer zukunftsträchtigen politischen Vision.

Die Stilrichtung der Reggae-Musik fand überhaupt, nicht zuletzt aufgrund ihres bekanntesten Vertreters Bob Marley, in England großen Anklang. Bands wie etwa UB40 oder The Police beschäftigten sich in vielen ihrer Songs mit dieser Stilrichtung.

Am 13. Juli 1985 wurde das bis dahin größte Popfestival der Geschichte veranstaltet. Live Aid war ein Benefizkonzert, das vom Musiker Bob Geldof organisiert wurde, nachdem er einen Fernsehfilm über die hungernde Bevölkerung Äthiopiens gesehen hatte. Nachdem Geldof den Sänger der Band Ultravox, Midge Ure, für die Idee gewinnen konnte, bekundeten immer mehr Musikstars ihr Interesse an diesem Ereignis.

Letztlich waren beinahe alle relevanten Popmusiker dieser Zeit bei Live Aid vertreten. Zugunsten der Hilfe für die Menschen verzichteten alle Beteiligten auf ein Honorar. Bis Mitte 1987 hatte das Ereignis etwa 60 Millionen englische Pfund eingebracht.

1988 kam es mit dem „A Tribute To Nelson Mandela“-Konzert zu einem der bedeutendsten politischen Manifestationen in der Geschichte der Popmusik. Songs wie Mandela Day von den Simple Minds, Brothers in Arms von den Dire Straits, Tracy Chapmans Talkin’ ‘Bout a Revolution oder Peter Gabriels Biko wurden zum Symbol des neuen politischen Verständnisses unter den jugendlichen Hörern. 20 Monate nach dem Konzert wurde Nelson Mandela aus der Haft entlassen.

Im Laufe der Entwicklung des politischen Pop kam es auch immer wieder zu Missverständnissen und Vereinnahmungen der Musiker von Seiten einiger politischer Repräsentanten. Ein Beispiel dafür ist die irische Band U2, die oft mit der Irisch Republikanischen Armee (IRA) in Verbindung gebracht wurde.

Konkreter Anlass für solche Spekulationen war der Song Sunday Bloody Sunday, dessen Text die IRA-Mitglieder als Aufruf zum Widerstand gegen die englischen Besatzer in Nordirland missverstanden.

Auch Bruce Springsteen blieb von einer solchen Vereinnahmung nicht verschont. Sein Hit Born in the U.S.A., der eigentlich eine kritische Position bezüglich der Rolle Amerikas im Vietnamkrieg einnehmen sollte, wurde zu einer amerikanischen Hymne hochstilisiert. Springsteen fühlte sich völlig missverstanden, als sein Song zum musikalischen Symbol der Reagan-Ära gemacht wurde, erachtete er doch selbst den Text als eindeutig.
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Popmusik#Popmusik_und_Politik

Film und populäre Musik

Im Zusammenhang mit der Disco-Musik wird außerdem der Aspekt der Wechselbeziehung zwischen Film und Musik noch einmal interessant, da in der Rock ’n’ Roll-Ära die Musikfilme noch eher die Folge des bereits populären Stils waren, während die Disco-Musik ihren weltweiten Siegeszug infolge des Films Saturday Night Fever 1978 antrat.

Nicht zuletzt durch diesen Film und seine Nachfolger wurde der Trend verstärkt, zur Musik auch Bilder zu liefern (Musik und dazugehörige Bilder gab es bereits seit den Nickelodeons).

Das bedeutendste Datum in diesem Zusammenhang ist der 1. August 1981, als in den USA der erste Spartenfernsehkanal nur für Musikvideos auf Sendung ging: MTV. Ab sofort wurde kaum ein Popmusiker zum Star, zu dessen Songs es nicht ein Video gab. Entsprechend bedingen sich der größte Popstar und der größte Videokünstler der 1980er jeweils gegenseitig – Michael Jackson.

Dabei sind die Videos keineswegs notwendige Bestandteile der Popmusik – sie kommt auch ohne sie aus –, sondern vielmehr so etwas wie Werbespots, die mit möglichst intensiven, ungewöhnlichen oder spektakulären Bildern auf den Künstler und sein Produkt aufmerksam machen sollen.

Entsprechend bedingen sich der größte Popstar und der größte Videokünstler der 1980er jeweils gegenseitig – Michael Jackson.

1927 präsentierten Warner Bros. mit Der Jazzsänger den ersten langen Tonspielfilm. Neue Einflüsse aus dem Jazz und der Unterhaltungsmusik kamen hinzu. Repräsentanten dieser neuen Richtung waren unter anderem Henry Mancini und John Barry.

Nach dem Krieg setzte sich diese Methode der Musikbegleitung mit eigens komponierter synchroner Orchestermusik, auch Originalmusik genannt, durch (z. B. 1924 bei F.W.Murnaus Der letzte Mann, Musik von Giuseppe Becce, 1926 bei Sergej Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin mit Musik von Edmund Meisel oder 1927 bei Napoleon von Abel Gance).

Ab dieser Zeit stieg auch die Bedeutung für den Wiedererkennungseffekt mit Filmmelodien wie z. B. der Zither-Musik zu „Der dritte Mann“ (1949) oder dem gepfiffenen Marsch in „Die Brücke am Kwai“ (1957).

Um 1950 gewannen Rock-, Pop- und Jazzmusik mehr an Bedeutung, in der Filmindustrie erkannte man die Popularität dieser neuartigen Musikstile. Komponisten wie Alex North („A streetcar named desire“, dt. „Endstation Sehnsucht“) oder Elmer Bernstein („Der Mann mit dem goldenen Arm“) integrierten Elemente der Jazzmusik.

Ein bekanntes Beispiel für den Einsatz von teils bereits vorhandenen, teils speziell für einen konkreten Film geschriebenen Songs war die Musik von Simon & Garfunkel für den Film Die Reifeprüfung (1967).

Beispiele hierfür sind der Kult-Film Easy Rider (1969) mit einem Soundtrack aus der Woodstock-Ära oder der Fantasyfilm Highlander – Es kann nur einen geben (1986), zu dem die Rockband Queen acht Songs beisteuerte. Besonders das Genre des Roadmovies bedient sich dieser Möglichkeit.

Als wichtige Marksteine für die klassische sinfonische Filmmusik gelten John Williams’ Kompositionen für Der weiße Hai und die Star-Wars-Filme ab 1977. Die Musik sollte neben all den bombastischen Bildern als eine Art Anker funktionieren, die dem Zuschauer vertraute Klänge bietet und tiefgründige Gefühle vermittelt.
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Filmmusik
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Popmusik
Wikipedia Kategorie Popmusik: de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Popmusik
Wikipedia Portal Charts und Popmusik: de.wikipedia.org/wiki/Portal:Charts_und_Popmusik
Quelle: Symbolfotos bei pixabay.com